2. Projekttag und Erzählnacht

Primarschule Mauren

Schweizer Erzählnacht, 9. November 2018

Im Märliwald

Um 18h wartete eine gespannte und aufgeregte Schülerschar vor dem Schulhauseingang. Welche Märli würden wohl erzählt werden?

Zuerst spielten die 5. und 6. Klasse ein tolles Theater, Brüderchen und Schwesterchen. Dann gab es vier gemischte Gruppen. Auf einer alten Schallplatte konnte das Märchen vom Tischlein deck dichoder König Drosselbartgehört werden, bei einem Quiz wurde das Märliwissen getestet, im Lehrerzimmer wurden feinste Hotdogs mit viel Ketchup, Senf und Mayonnaise verspeist und in der Bibliothek in den Märlibüchern geschmökert.

Nachdem die Kleinsten verabschiedet worden waren, erzählten Frau Surber und Frau Pfister das Märchen von Hänsel und Gretel. Anschliessend klebte und verzierte jedes Kind zwei eigene Zuckerhäuser. In zwei Gruppen wurden danach eigene Märli gespielt und mit einem Rundlaufschreiben lustige Märligeschichten erfunden.

Um 21h wurden lauter fröhliche und den Kopf um viele Geschichten reichere Kinder wieder abgeholt.

Projektmorgen, Freitag 9. November 2018

Im Märchenwald

Ein Gugelhopf und eine Flasche Wein für die kranke Grossmutter im Körbli, so zieht Rotkäppchen ihres Weges. Im Ohr noch den Ratschlag der Mutter, nur ja nicht vom Weg abzuweichen.

Genauso ziehen auch die Schülerinnen und Schüler Richtung Wald. Im Körbli ein Gugelhopf, eine Flasche Sirup und drei Briefe. Als wir etwas Rotes sehen, dürfen wir den ersten Brief öffnen und müssen Rätsel erraten. Die Lösung soll rot sein. Ein Verkehrsschild, eine Frucht oder eine Blume, eine Krankheit, die den Körper mit roten Punkten übersät…. Wenn wir ein Tier sehen, es muss kein Wolf sein J, dürfen wir den nächsten Brief öffnen. Wissenswertes zum Wolf erfahren wir hier. Zuletzt weist uns ein Geräusch auf unsern letzten Brief hin und zusammen erraten wir Tiere, die sich in Versen und Reimen verstecken. Den Kuchen und den Sirup haben wir uns jetzt selbst verdient und verteilen das Geschenk für die kranke Grossmutter nun eben unter uns.

Im «Basistufenwald» werden wir dann schon vom Förster Guntersweiler und der Forstwartin Neff erwartet. Die beiden führen uns durch den Wald und zeigen uns Wege durchs Dickicht, denen die Tiere folgen. Bei einem Hasen, der im Herbstlaub sitzt, machen wir Halt. Geduldig lässt er sich von der Kinderschar streicheln. Zum Glück kann sich dieses ausgestopfte Exemplar nicht mehr ducken oder Haken schlagen, dann könnten wir seine langen Ohren und die auf der Seite sitzenden Augen nicht so genau anschauen. Eichhörnchen, Frischling, Marder und Dachs sitzen ebenso still an ihrem Platz im Wald. Der Förster weiss viel Interessantes und zeigt auch, wie ein junges Tännli vor dem Hunger des Rehs geschützt werden kann.

Mit der Forstwartin schauen wir Jungwald, Stangenwald und Dickicht an. Hier gibt es viel Arbeit für die Forstwarte. Jeden Baum kennt sie und staunt nicht schlecht, als auch die Schüler Douglasie und Rot- und Weisstanne unterscheiden können.

Wer weiss, vielleicht erfahren die Eltern auf dem nächsten Spaziergang durch den Wald etwas Neues von Ihren Kindern.

Zurück